UKCA-Kennzeichnung
Einführung in die UKCA-Kennzeichnung
Die UKCA-Kennzeichnung (UK Conformity Assessed) ist das britische Äquivalent zur CE-Kennzeichnung der EU und ein wichtiger Baustein der Product Compliance im Vereinigten Königreich. Ursprünglich gab es sehr viele Überschneidungen zwischen den UKCA- und CE-Anforderungen. Jedoch entwickeln sich die Anforderungen unabhängig voneinander weiter, sodass heute Unterschiede zwischen den UKCA- und CE-Anforderungen bestehen. Produkte mit der UKCA-Kennzeichnung dürfen in Großbritannien (England, Schottland und Wales) frei gehandelt werden. Das UKCA-Zeichen zeigt an, dass Produkte die gesetzlichen Anforderungen des Vereinigten Königreichs erfüllen.
Wie bei der CE-Kennzeichnung ist die UKCA-Kennzeichnung jedoch nur das Endergebnis eines umfassenden Prozesses. Vor der Kennzeichnung muss der Hersteller eine Konformitätserklärung erstellen, die bestätigt, dass alle Anforderungen erfüllt sind. Dazu gehören die Durchführung der Konformitätsbewertung, die Erstellung der technischen Dokumentation und die Materialprüfungen. Alle relevanten Unterlagen müssen 10 Jahre ab der letzten Herstellung aufbewahrt werden und auf Anforderung bereitgestellt werden können.
Anforderungen an die UKCA-Kennzeichnung
Neben den Anforderungen an das Produkt bestehen auch spezifische Anforderungen an die UKCA-Kennzeichnung selbst. In vielen Fällen reicht es nicht aus, das UKCA-Zeichen einfach auf dem Produkt anzubringen. Bei bestimmten Produkten, wie z. B. Gips, ist dies nicht möglich. Hier muss das UKCA-Zeichen auf der Verpackung oder den Begleitunterlagen erscheinen. Es ist daher entscheidend, die jeweiligen gesetzlichen Vorgaben genau zu kennen und sicherzustellen, dass alle zusätzlichen Kennzeichnungselemente, wie etwa Spannungsbereiche oder spezifische Materialeigenschaften, ordnungsgemäß angegeben werden.
Vorgaben und Standards für UKCA
Grundlagen
Die UKCA-Kennzeichnung basiert auf der Erfüllung spezifischer britischer Anforderungen, die sich grob in folgende Themengebiete einteilen lassen:
Produktanforderungen
- Technische Anforderungen definieren Eigenschafts- & Qualitätsmindeststandards, die das Produkt erfüllen muss.
- Sicherheitsanforderungen legen fest dass Produkte sicher sein müssen. D.h. von dem Produkt darf keine Gefahr ausgehen, auch nicht im Zusammenspiel mit anderen Produkten.
- Gesundheitsanforderungen stellen sicher, dass Produkte frei von gesundheitsgefährdenden Substanzen sind.
- Umweltanforderungen spezifizieren Umweltfreundlichkeit, einschließlich Energieverbrauch und Recyclingfähigkeit.
Dokumentations- und Verfahrensanforderungen
- Technische Unterlage: Diese Muss erstellt, 10 Jahre aufbewahrt und auf Verlangen vorgelegt werden.
- Konformitätsbewertung: Basiert auf der technischen Unterlage und stellt sicher, dass alle Anforderungen einghalten wurden. Der Abschluss bildet die Konformitätserklärung.
Schritte zur UKCA-Kennzeichnung
- Relevante Richtlinien identifizieren
- Konformitätsbewertung durchführen
- Technische Dokumentation erstellen
- Konformitätserklärung abgeben
- UKCA-Kennzeichnung anbringen
Tel: +49 7231 443 43 59
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Unser Beratungs- & Unterstützungsansatz für UKCA
Wir unterstützen Sie umfassend auf dem Weg zur und bei der UKCA-Kennzeichnung Ihres Produkts:
- Beratung: Identifikation der relevanten Richtlinien und Anforderungen. Optimierung Ihrer Prozesse & Verfahren.
- Dokumentation: Unterstützung bei der Erstellung der technischen Dokumentation.
- Prüfung: Durchführung der Konformitätsbewertung.
- Erklärung: Hilfe bei der Erstellung der UK-Konformitätserklärung.
- Schulung: Schulung Ihrer Mitarbeiter zu den Anforderungen und Verfahren.
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Anlagenkomponenten
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Bauprodukte
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- Leiter Supply Chain, Kunststoffverarbeiter
Typische Herausforderungen
Welche UK-Verordnungen gelten für mein Produkt?
Situation: Während der Entwicklung stellen Entwickler fest, dass gesetzliche Vorgaben unklar sind. Aufgrund paralleler Projekte bleibt wenig Zeit für eine umfassende Prüfung.
Herausforderung: Fehlende Eingaben führen später zu Projektverzögerungen durch Nacharbeiten.
Lösung von PCQ consulting: Wir identifizieren die geltenden Anforderungen und stellen diese Ihrem Team bereit, um Verzögerungen und Mehraufwand zu vermeiden.
Welche neuen Regelungen wurden erlassen?
Situation: UK passt kontinuierlich Gesetze an oder erlässt neue. Diese müssen beobachtet und umgesetzt werden.
Herausforderung: Neben Projektgeschäft fehlen Ressourcen für die notwendige Gesetzesbeobachtung.
Lösung von PCQ consulting: Wir überwachen UK-Veröffentlichungen, analysieren Änderungen und unterstützen Sie bei der Umsetzung, um Ressourcen zu schonen.
Ein Mitarbeiter mit UKCA-Fachwissen verlässt das Unternehmen kurz vor dem Produktlaunch.
Situation: Die Konformitätsbewertung steht noch aus, während ein Projektabschluss naht.
Herausforderung: Ein schnelles Fachwissen-Update im Team ist schwierig.
Lösung von PCQ consulting: Unsere Experten übernehmen die Konformitätsbewertung und erstellen bei Bedarf eine abschließende Konformitätserklärung, um den Verkaufsstart zu sichern.
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Häufig gestellte Fragen zu UKCA
UKCA steht für „UK Conformity Assessed“. Die UKCA Kennzeichnung ist eine britische Konformitätskennzeichnung für bestimmte Produkte, die in Großbritannien, also in England, Schottland und Wales, auf den Markt gebracht werden.
Mit der UKCA Kennzeichnung erklärt der Hersteller, dass das Produkt die anwendbaren britischen Produktvorschriften erfüllt. Sie ist kein allgemeines Qualitätszeichen und kein behördliches Prüfsiegel.
Das UKCA Zeichen auf einem Produkt bedeutet, dass der Hersteller die einschlägigen britischen Anforderungen ermittelt, das erforderliche Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt und die vorgeschriebenen Nachweise erstellt hat.
Dazu gehören je nach Produkt insbesondere die technische Dokumentation, Prüfungen oder Berechnungen sowie eine UK Declaration of Conformity. Bei bestimmten Produkten muss zusätzlich eine zugelassene britische Konformitätsbewertungsstelle einbezogen werden.
Die UKCA Kennzeichnung ist das sichtbare Ergebnis einer britischen Konformitätsbewertung. Sie betrifft nur Produktgruppen, für die britische Vorschriften eine entsprechende Kennzeichnung vorsehen, beispielsweise Maschinen, elektrische Betriebsmittel, Spielzeug oder persönliche Schutzausrüstungen.
Welche Anforderungen und Verfahren anzuwenden sind, hängt vom konkreten Produkt und den einschlägigen britischen Rechtsvorschriften ab.
Das Kennzeichen selbst finden Sie als Download auf den Seiten der britischen Regierung unter: gov.uk
Der Begriff „UKCA Zertifizierung“ wird häufig verwendet, ist aber nicht immer fachlich korrekt. UKCA bezeichnet zunächst eine Konformitätskennzeichnung und keinen einheitlichen Zertifizierungsprozess.
Viele Produkte können vom Hersteller in eigener Verantwortung bewertet werden. Nur wenn die anwendbaren britischen Vorschriften eine unabhängige Drittbewertung verlangen, muss ein UK Approved Body einbezogen werden. Ob eine solche Zertifizierung erforderlich ist, muss daher für das jeweilige Produkt geprüft werden.
Bei Spielzeug zeigt die UKCA Kennzeichnung, dass der Hersteller die Anforderungen der britischen Toys (Safety) Regulations 2011 berücksichtigt und die erforderliche Konformitätsbewertung durchgeführt hat.
Der Hersteller muss unter anderem die Sicherheit des Spielzeugs bewerten, eine technische Dokumentation und eine UK Declaration of Conformity erstellen sowie die vorgeschriebenen Warnhinweise und Kennzeichnungen anbringen. Das UKCA Zeichen kann je nach Größe und Beschaffenheit des Spielzeugs auf dem Spielzeug, einem befestigten Etikett, der Verpackung oder einer Begleitunterlage angebracht werden.
Für viele Spielzeuge wird in Großbritannien weiterhin auch die CE Kennzeichnung anerkannt.
CE und UKCA sind Konformitätskennzeichnungen für unterschiedliche Rechtsräume.
Die CE Kennzeichnung bezieht sich auf die anwendbaren Vorschriften der Europäischen Union und wird außerdem in Nordirland verwendet. Die UKCA Kennzeichnung bezieht sich auf die britischen Produktvorschriften für England, Schottland und Wales.
Ein Produkt darf grundsätzlich sowohl CE als auch UKCA tragen, wenn es die Anforderungen beider Systeme erfüllt und die Kennzeichnungen sich nicht gegenseitig beeinträchtigen. Für viele Produktgruppen wird die CE Kennzeichnung in Großbritannien weiterhin anerkannt, sodass UKCA dort nicht zwingend erforderlich ist.
Das UKCA Zeichen dokumentiert die Erklärung des Herstellers, dass ein Produkt die für Großbritannien geltenden Anforderungen erfüllt. Es bestätigt nicht automatisch, dass eine Behörde oder unabhängige Stelle das Produkt geprüft hat.
Ob eine externe Prüfung erforderlich ist, richtet sich nach der Produktgruppe und dem vorgeschriebenen Konformitätsbewertungsverfahren.
Die UKCA Kennzeichnung wurde im Zusammenhang mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union entwickelt und kann seit dem 1. Januar 2021 für Produkte verwendet werden, die in Großbritannien auf den Markt gebracht werden.
Ursprünglich sollte UKCA die CE Kennzeichnung in vielen Produktbereichen vollständig ersetzen. Diese Übergangsplanung wurde mehrfach geändert. Für zahlreiche Produktgruppen wird die CE Kennzeichnung inzwischen dauerhaft weiterhin in Großbritannien anerkannt. Ob CE, UKCA oder eine andere Kennzeichnung erforderlich beziehungsweise zulässig ist, muss deshalb produktspezifisch geprüft werden.